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Physik in Rostock studieren: Bachelor und Master, Lehramt

Studienbroschüre 2014/15

Wir bieten den Studiengang Bachelor of Science Physik an; er ist auf drei Jahre (6 Semester) ausgelegt. Für die Immatrikulation ab WS 2013/14 gilt eine neue Studienordnung: Unter Beibehaltung der bewährten Struktur des Studienplanes gibt es 

  • einen flexibleren Wahlbereich,
  • die Möglichkeit, ein Berufspraktikum im Wahlbereich anerkennen zu lassen,
  • an drei Stellen im Curriculum gemeinsame Prüfung von jeweils zwei Modulen (Verringerung der Prüfungslast)
  • die Möglichkeit eines individuellen Teilzeitstudiums. 

 

Das auf dem Bachelorstudium aufbauende Programm Master of Science Physik ist auf zwei Jahre (4 Semester) ausgelegt.

Ebenfalls modularisierte Studiengänge werden für das Lehramt an Gymnasien und an Regionalen Schulen angeboten, die auch das Fach Astronomie mit einschließen.

Die Online-Einschreibung in zulassungsfreie Studiengänge ist vom 1. August bis zum 30. September möglich. Das Studium beginnt mit einer Einführungswoche vom 6.-10. Oktober.

Weitere Informationen finden Sie in unserer aktuellen Studienbroschüre Physik.

 

Students from abroad:
Since 2006 we offer a Master of Science in Physics program tailored to foreign students; courses are held in English. See here  for more detail.

Die kurze Freiheit der Elektronen

SFB652
Prof. Dr. Thomas Fennel

Die Anregung von atomaren Clustern mit intensiven, kurzwelligen Laserpulsen erzeugt ein nanoskopisches Plasma (Nanoplasma) aus geladenen Ionen und Elektronen. Aus früheren Clusterexperimenten an Freie-Elektronen-Lasern ist bekannt, dass in diesem Prozess nur wenige Elektronen entkommen können, während die Mehrheit  der von den einzelnen Atomen abgelösten Elektronen in dem entstandenen, kurzlebigen Nanoplasma zunächst gefangen bleibt. In einem neuartigen Laborexperiment mit einer hochintensiven Laborlaserquelle für Femtosekundenpulse (1 fs = 10-15 s) im XUV Spektralbereich (extremes ultraviolett) konnte nun die Formation angeregter Atome aus der Rekombination der gefangener Elektronen mit den Ionen beobachtet werden [1]. Dieser Prozess wurde theoretisch bereits vor einigen Jahren von Prof. Thomas Fennel und Kollegen untersucht und vorausgesagt [2]. Aus der zeitaufgelösten Analyse der rekombinierten Elektronen mittels Photoelektronenspektroskopie ist es möglich geworden, nicht nur die Entstehungsgeschichte der hochangeregten Atome, sondern auch der Zerfallsprozess des Nanoplasmas auf bislang unzugänglichen Zeitskalen verfolgt werden.

In der aktuellen Ausgabe des angesehenen Fachjournals „Physical Review Letters“ [1] beschreibt das internationale Konsortium unter der Leitung von Wissenschaftlern vom Max-Born Institut (Dr. Bernd Schütte, Prof. Marc Vrakking, Dr. Arnaud Rouzée) in Zusammenarbeit mit der Universität Rostock (Mathias Arbeiter und Prof. Thomas Fennel) sowie der Universität Lund (Dr. Filippo Campi) die Ergebnisse ihrer Studie. Mit der neuartigen Methode der Reionisation angeregter Atome aus Rekombination (REAR) konnte gezeigt werden, dass die Freiheit der Elektronen nur einige Pikosekunden (1 ps = 10-12 s)  andauert, bevor sie im nichtstrahlenden Rekombinationsprozess wieder an den geladenen Atomen lokalisieren. Diese Zeitskala ist wesentlich kürzer als für normale strahlende Rekombination. Diese neu gewonnenen Einblicke in die ultraschnelle Plasmadynamik sind von großer Bedeutung für das fundamentale Verständnis der Wechselwirkung von Licht und Materie – ein Thema, das im Mittelpunkt des DFG Sonderforschungsbereiches 652 am Rostocker Institut für Physik steht.

[1] B. Schütte, F. Campi, M. Arbeiter, T. Fennel, M. J. J. Vrakking, A. Rouzée, Phys. Rev. Lett. 112, 253401 (2014)

[2] T. Fennel, L. Ramunno, T. Brabec, Phys. Rev. Lett. 99, 233401 (2007)

CHE-Ranking 2014/15: Institut für Physik in sieben Kategorien in der Spitzengruppe

Logo des CHE

 

Das neueste CHE-Ranking 2014/15 (Daten von 2012/2013) bescheinigt dem Institut für Physik wieder gute bis sehr gute Studienbedingungen.

In einem Ranking nach den Kategorien "Studiensituation insgesamt", "Betreuung durch Lehrende", "Ausstattung Praktikumslabore", "Zitationen pro Publikation" und "Forschungsgelder pro Wissenschaftler" nimmt das Institut den 7. Platz von 62 bewerteten deutschen Physikfachbereichen ein.

Bewertet wurden im CHE-Hochschulranking eine ganze Reihe weiterer Kriterien. Das Rostocker Institut für Physik ist in folgenden Kategorien jeweils in der Spitzengruppe der Universitäten:

  1. Studiensituation insgesamt
  2. Betreuung durch Lehrende
  3. Kontakt zu Studierenden
  4. IT-Infrastruktur
  5. Studierbarkeit
  6. Unterstützung für Auslandsstudium
  7. Veröffentlichungen pro Wissenschaftler

Ranking aller Fachbereiche Physik
Detaillierte Ergebnisse unseres Institutes
Zum Studienführer der ZEIT

Die Universität Rostock erhält mit der positiven Entscheidung der Deutschen Forschungsgemeinschaft vom 23.05.2013 eine millionenschwere Förderung für den SFB 652 zum Thema „Licht und Materie“.

An dem prestigeträchtigen Forschungsprojekt des Instituts für Physik sind auch Wissenschaftler des Instituts für Chemie in Rostock und des Instituts für Physik in Greifswald beteiligt. In 19 eng vernetzten Teilprojekten und in Kooperation mit renommierten internationalen Forschern sind die Physiker grundlegenden physikalischen Phänomenen rund um das Thema der Licht-Materie-Wechselwirkung auf der Spur. Die untersuchten Systeme reichen dabei von Nanoteilchen und Molekülaggregaten über Halbleiter-Quantensysteme für das Quantencomputing bis hin zu warmen, dichten Plasmen im Inneren von Planeten. Mit Hilfe neuartiger Lichtquellen wie Röntgen-Freie-Elektronen-Lasern sowie ultrakurzen, speziell geformten Lichtpulsen können lichtinduzierte Prozesse und die Eigenschaften von Materie mit unglaublicher Präzision analysiert und gezielt gesteuert werden. Die nun bewilligte Finanzierung von modernsten Lasersystemen und Hochleistungscomputern schafft ideale Voraussetzungen für die Forschung innerhalb der mehr als 30 geförderten Promotionsarbeiten.

Die Grundlagenforschung im SFB ist eng mit dem Department „Licht, Leben und Materie“ der Universität Rostock verbunden und stellt ein Aushängeschild für die koordinierte Forschungsarbeit an der Universität dar. 

Film über das Institut für Physik jetzt im Unicast-Archiv

Abb. Film zum 100. Jubiläum des Institutsgebäudes

Tradition und Innovation verbinden sich an der Universität Rostock. Runde Jubiläen bieten die Möglichkeit der Rückschau auf bemerkenswerte Abschnitte der Wissenschaftsgeschichte.

Anlass für diesen Film war die Feier des 100jährigen Jubiläums des gegenwärtigen Physikalischen Institutsgebäudes am Universitätsplatz 3 (1910-2010).

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