Promotionskolloquium MSc Carsten Schult

Am Freitag, dem 10.08.2018 verteidigt um 15:00 Uhr im Hörsaal I des Instituts für Physik Herr MSc Carsten Schult (Atmosphärenphysik, AG Prof. Dr. Chau) seine Dissertation zum Thema: „Studies of meteor head echo signatures at polar latitudes“.

Abstract
Meteors originate from extraterrestrial particles, entering the Earth’s atmosphere with high kinetic energy. The plasma cloud, around the ablating particle, can be detected with high power large aperture radar systems and the signal is called meteor head echo. In this thesis, the first quasi-continuous meteor head echo observations at polar latitudes are presented. The measurements are independent of sun light or weather conditions and offer the possibility to study daily and seasonal count rates in combination with velocity/ dynamical mass distributions and radiants. A comparison with an empirical meteor input function has shown differences in the radiants of the sporadic meteor sources and discrepancies in the count rates at low velocities. The large data set is also analyzed for meteor showers with particles in the region of micrograms and a first comparison with an optical data set is shown. Also presented is a detailed analysis of a fireball, detected with a meteor radar. Therefore, a meteoroid ablation model is used to simulate the flight of the meteoroid through the Earth’s atmosphere.

Zusammenfassung
Meteore entstehen, wenn extraterrestrisch Teilchen auf die Erdatmosphäre treffen und aufgrund ihrer hohen kinetischen Energie verdampfen. Dieser Prozess wird auch als Ablation bezeichnet und erzeugt eine Plasmawolke um das verdampfende Teilchen, welche mithilfe von speziellen Radarsystemen detektiert werden kann. Das reflektierte Radarsignal wird Meteor-Kopf-Echo genannt und liefert Informationen über den verdampfenden Meteoroiden. In dieser Arbeit werden die ersten quasi-kontinuierlichen Beobachtungen von Meteor-Kopf-Echos vorgestellt. Die wetterunabhängigen Messungen liefern einen Einblick in die täglichen und saisonalen Meteorzählraten in polaren Breiten. Die Geschwindigkeitsverteilungen, dynamischen Massen und Radianten wurden mit einer empirischen Meteoreintragsmodellfunktion verglichen. Dabei wurden vor allem Unterschiede in den Radianten der sporadischen Meteorquellen und größere Abweichungen bei geringen Meteorgeschwindigkeiten entdeckt. Des Weiteren wurde der Datensatz auf Meteorschauer untersucht und ein erster Vergleich mit optischen Kamerasystemen durchgeführt. Zudem erfolgte eine detaillierte Analyse für eine Feuerkugel, die über Juliusruh von einem Meteorradar detektiert wurde. Dies beinhaltet die Simulation des verdampfenden Meteoroiden mit einem Ablationsmodell.

Organisator

  • Institut für Physik

Veranstaltungsort

  • Institut für Physik

    Albert-Einstein-Straße 23
    18059 Rostock


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