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Bachelor-Studiengang Physik

Das Studienziel ist der Erwerb des berufsqualifizierenden Abschlusses als Bachelor of Science Physik (BSc Physik) nach einer dreijährigen Regelstudienzeit. Das Studium befähigt, grundlegende Erkenntnisse der Physik in einem breitangelegten Berufsfeld anzuwenden. Der Bachelor-Abschluss soll einen frühen Einstieg ins Berufsleben ermöglichen. Tätigkeitsfelder sind z.B. das Erfassung physikalischer und technischer Messwerte, die Einrichtung und Betreuung moderner Produktionsanlagen sowie Organisations-, Beratungs- und Prüfaufgaben in Forschungsinstituten, Industrie und staatlicher Verwaltung. Typische Gebiete sind Halbleitertechnologie, Optik und Lasertechnik, Nanotechnologie, Energiewirtschaft, IT-Dienstleistungen, Finanzwelt und Medizintechnik.

Das Physikstudium an der Universität Rostock ist grundsätzlich genauso strukturiert wie an den anderen deutschen Universitäten und Hochschulen auch. Der Studienplan gliedert sich in Module, die inhaltlich zusammenhängende Lehrveranstaltungen umfassen. Sie erstrecken sich in der Regel über ein Semester und werden mit einer Modulprüfung abgeschlossen. Es gibt Pflichtmodule, deren erfolgreicher Abschluss obligatorisch ist, und Wahlpflichtmodule, die aus einem vorgegebenen Wahlbereich auszuwählen sind.

Das Studium umfasst sechs Semester und teilt sich in die Gebiete

  • Experimentalphysik (11 Pflichtmodule)
  • Theoretische Physik (6 Pflichtmodule)
  • Mathematik (5 Pflichtmodule)
  • Nichtphysikalischer Wahlpflichtbereich

Der Wahlbereiche I und II umfassen Grundlagen der Chemie oder der Informatik, wobei die Module aus dem gleichen Fach auszuwählen sind. Das Studium dieser Module hat zum Ziel, das Wissen der Studierenden auf eine breitere naturwissenschaftliche Basis zu stellen und die beruflichen Einsatzmöglichkeiten zu erweitern. Der Wahlbereich III umfasst Grundlagen der Chemie, Biologie und der Informatik. Im Wahlbereich IV ist ein Modul aus dem an der Universität Rostock angebotenen Bereich der “soft skills” auszuwählen. Das kann zum Beispiel ein Modul sein, in dem die Beherrschung von Vortragstechniken, Präsentationsmöglichkeiten und Sprachfähigkeiten vermittelt wird. Der Wahlbereich V umfasst die Gebiete der Naturwissenschaften und Mathematik, der Informatik, der technischen Wissenschaften und der Medizin. Mit diesen weit gefassten Wahlmöglichkeiten wird den Studierenden die Gelegenheit gegeben, ergänzende Kompetenzen zu erlangen und ihre beruflichen Einsatzmöglichkeiten zu erweitern.

Detaillierte Informationen enthalten die Studienordnung und die Modulbeschreibungen. Eine kompakte Darstellung findet man im Info-Flyer zum Bachelorstudiengang.

Master-Studiengang Physik (MSc Physik)

Nach dem Bachelor-Studium kann man in einem weiteren zweijährigen Studium den akademischen Grad eines Masters of Science Physik (MSc Physik) erwerben. Dieses Studium erweitert die im voran gegangenen Bachelor-Studium angeeigneten inhaltlichen und methodischen Grundlagen des Faches.

Nach dem Master ermöglicht ein guter Studienabschluss die Weiterführung der wissenschaftlichen Arbeit im Rahmen eines Promotionstudiums

Warum ein Studium am Institut für Physik der Universität Rostock?

Unsere Universität hat eine lange Tradition in Lehre und Forschung, ist in den letzten Jahren materiell sehr gut ausgestattet worden und bietet ein äußerst angenehmes Umfeld für das Studium. Zu nennen sind u.a. folgende Besonderheiten:

  • Breites Fächerspektrum einer Universität mit 8 Fakultäten,
  • optimales Betreuungsverhältnis einer kleineren Universität,
  • beste Voraussetzungen zur Einhaltung der Studiendauer nach Regelstudienplan,
  • durch Fachevaluation bestätigtes hohes Niveau der Lehre im Institut,
  • sehr umfangreiche Spezialisierungsmöglichkeiten innerhalb des Studienfaches auf der Grundlage des breiten Angebotes an wahlobligatorischen Vorlesungen und Seminaren durch das Institut und seine Aninstitute für Ostseeforschung und Atmosphärenphysik,
  • überschaubare Größe der Universität in zentraler Stadtlage mit kurzen Wegen,
  • problemlose und preisgünstige Wohnmöglichkeiten in der Stadt,
  • landschaftlich bevorzugte Lage durch die unmittelbare Nähe zur Ostsee und zur mecklenburgischen Seenplatte,
  • interessante kulturelle Angebote und umfangreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, gute medizinische Betreuung. 

Was ist für eine Immatrikulation erforderlich?

Studienvoraussetzungen sind das erfolgreich abgelegte Abitur und natürlich ein ausgeprägtes Interesse für das Fach. Gute Schulkenntnisse in Physik und Mathematik erleichtern den Einstieg in das Studium. Eine Einschränkung der Zulassungszahlen für das Physikstudium gibt es nicht, es ist nur die rechtzeitige Anmeldung zum Studium erforderlich. Alle erforderlichen Informationen findet man im Dezernat Studium und Lehre. Die Einschreibung kann Online erfolgen.
Sehr zu empfehlen ist eine persönliche Studienberatung am Institut in Rostock. Dabei können alle mit dem Studium zusammenhängenden Fragen besprochen werden, und es ist ein erster Augenschein vom Institut und von der Stadt zu gewinnen. 

Wie beginnt das Physikstudium in Rostock?

Anfang Oktober führt das Institut für Physik Einführungsveranstaltungen für Studienanfänger im Bachelorstudiengang durch. Dort werden die Einrichtungen des Institutes sowie der Universität werden vorgestellt. Die Studienanfänger können darüber hinaus an einem kurzen Auffrischungskurs zur Differential- und Integralrechnung (jeweils mit intensiven Rechenübungen) teilnehmen. Betreut werden die Studienanfänger dabei von erfahrenen Mitarbeitern und von Vertretern der Fachschaft, die aus Sicht der Studentinnen und Studenten nützliche Tipps für den Studienanfang geben. Die Vorlesungen beginnen Mitte Oktober. 

Was erwartet einen Physikstudenten im ersten Semester des Bachelorstudienganges?

Nach Regelstudienplan sind im ersten Semester 21 Stunden Vorlesungen, Übungen und Praktika in den Fächern Experimentalphysik, Theoretische Physik, Mathematik und im Wahlfach (Chemie oder Informatik) in der Woche zu besuchen. Ob weitere Fächer (z.B. Sprachen) belegt werden, ist der Entscheidung der Studierenden überlassen.

Da sich in Rostock jährlich etwa 50 Studenten für den Physikstudiengang einschreiben, ist bereits in den ersten Tagen ein Kontakt zu den Kommilitoninnen und Kommilitonen des eigenen Studienjahres hergestellt. Gemeinsam werden die Vorlesungen, Übungen und Praktika bestritten und so ist auch ein effektiver Informationsaustausch zwischen allen Studierenden möglich. Die fachübergreifende Stundenplanung an der Universität garantiert eine optimale Abfolge der Lehrveranstaltungen. Da dies für alle Studienjahre gilt, kann das Studium von jedem Studierenden auch in der Regelstudienzeit absolviert werden. Über die Tutoren (Berater für persönliche und fachliche Probleme) des Studienjahres und über den Fachstudienberater ist ein enger Kontakt zu den Professoren und Mitarbeitern gegeben. Gegen Ende des ersten Semesters wird eine erste Bilanz gezogen und die Studierenden können hierbei ihre Meinung zur Qualität von Inhalt und Organisation des Studiums äußern und Änderungsvorschläge einbringen.  

Wie ist ein guter Studienabschluss zu erreichen?

Der gesamte Regelstudienplan des Bachelor-Studiengangs Physik umfasst obligatorische und wahlobligatorische Lehrveranstaltungen im Umfang von 124 Semesterwochenstunden (also jeweils etwa 20 Wochenstunden). Das lässt noch genügend Raum für die Ausprägung eigener Interessensgebiete, für die die Universität umfangreiche Angebote bereithält. Nach eigener Wahl können Fächer belegt und entsprechende Leistungsnachweise erworben werden.

Den Abschluss des Bachelorstudiums bildet die Bachelor-Arbeit, in der vertiefte Kenntnisse auf einem ausgewählten Gebiet der Physik sowie die Fähigkeit zur wissenschaftlichen Arbeit und ihrer sachgerechten schriflichen Darstellung nachgewiesen werden sollen. Die Bearbeitungsfrist beträgt 9 Wochen.

Bei den vielfältigen Möglichkeiten zur eigenen Qualifizierung ist in jedem Falle das eigene Engagement entscheidend für die am Ende des Studiums erreichte Breite und Tiefe im Fachwissen und damit für einen guten Studienabschluss.  

Welche fachliche Spezialisierung erlaubt das Physikstudium in Rostock?

Eine Spezialisierung erfolgt im Master-Studium, das modular aufgebaut und in

  • Aufbauphase, 1. und 2. Semester,
  • Forschungsstudium, 3. und 4. Semester

gegliedert ist.

Die angebotenen Vertiefungsrichtungen orientieren sich am Forschungsprofil des Instituts für Physik:

  • Moleküle, Cluster und Plasmen (MCP)
  • Photonik (PHO)
  • Nanotechnologien und Neue Materialien (NNM)
  • Atmosphärenphysik und Ozeanographie (APO). 

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