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Zur Geschichte der Physik an der Universität Rostock

Hier werden Information zum Thema Geschichte der Physik in Rostock gesammelt und für Interessierte zur Verfügung gestellt.

Kommentare und Anfragen bitte direkt an Reinhard Mahnke.

Die Rostocker Hochschullehrer der Physik 1874 - 2010

Große Bilder entstehen durch Klicken auf die (unlesbaren) Abbildungen.

Die Zeitleisten aller Rostocker Hochschullehrer der Physik ab 1874, erstellt nach dem Catalogus Professorum Rostochiensium (CPR). Darstellung auf CPR-Datenbasis aus dem Jahr 2009, erstellt durch R. Mahnke (Inhalt) und M. Winkel (Grafik). Version vom 20.11.2009.

Zeitleisten-Dokument (5 PDF-Seiten) aller Rostocker Physik-Hochschullehrer

Chronologische Übersicht (interaktives PDF-Dokument, 8 Seiten) aller Rostocker Hochullehrer der Physik

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Was war wann los am Physikalischen Institut? Kalender-Tagebücher Reinhard Mahnke

Sektion Physik der Wilhelm-Pieck-Universität Rostock (WPU) im Jahre 1978

Sektion Physik der Wilhelm-Pieck-Universität Rostock (WPU) im Jahre 1979

 

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100 Jahre Physikalisches Institut 1910 - 2010, erstellt von Reinhard Mahnke u.a. 2009

detailliertere Ausführungen zur Geschichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät

Kaleidoskop 1954 - 1979, erstellt von Werner Ebeling 2009

Bildergalerie zur Geschichte der Physik

  

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    Nach Rostock kam ich,
      arm und arg zerschunden,
    Gelehrte jedes Fachs
      hab' ich hier gefunden,
    Beschwingtem Geiste
      und der Freiheit hold,
    Dem Schönen mehr gegeben,
      als man meinen sollt',
    Mit hoher Gunst ward ich
      hier aufgenommen.
    Mir war, als sei
      zur Heimat ich gekommen.

    Ulrich von Hutten, ca. 1520

Die Rostocker Alma mater, gegründet am 12. November 1419, hatte zunächst drei Fakultäten (juristische und medizinische Fakultät, Artistenfakultät). 1432 wurde die Einrichtung einer theologischen Fakultät von Papst Eugen IV. gestattet. Der Unterricht erfolgte durch Vorlesungen und Disputationen, da Bücher eine seltene Kostbarkeit darstellten. Eine besondere Rolle spielte dabei die Artistenfakultät, in ihr wurde das Grundwissen vermittelt, das jeder Student besitzen mußte, wenn er die übrigen drei sogenannten höheren Fakultäten absolvieren wollte.
Physik wurde im Rahmen der Philosophia naturalis zunächst im Sinne von Plato und später von Aristoteles gelehrt; es bestanden minimale Verbindungen zu den Beobachtungen des Naturgeschehens. Nicht die Erforschung der Natur auf gesicherter experimenteller Basis, sondern die Vermittlung der über Jahrhunderte kanonisierten Lehrinhalte stand im Vordergrund.
Disziplinär geprägte Lehrstühle für Physik wurden an den deutschen Universitäten im Verlaufe des 19. Jahrhunderts etabliert, wobei der 1874 in Rostock errichtete schon in der Endphase dieses Prozesses angesiedelt war. Erstmalig in der Geschichte unserer Universität wurde eine eigenständige, von der Chemie und Mathematik unabhängige, Professur für Physik geschaffen. Der erste Ordinarius der Physik war Heinrich Friedrich Ludwig Matthiessen (1830-1906), der dieses Lehramt über 30 Jahre (1874-1905) innehatte. Die Errichtung eines unabhängigen Lehramtes für Physik führte zur Entwicklung eines eigenständigen physikalischen Instituts, basierend auf den Sammlungen des physikalischen Kabinetts, und zur Herausbildung eines umfangreichen Vorlesungszyklus, einschließlich Praktikum, für das Fach Physik. Auf Initiative Matthiessens kam es 1879 zur Gründung eines Mathematisch - Physikalischen Seminars an der Universität Rostock und 1881 zur Herausgabe einer Laboratorien-Ordnung für das physikalische Institut, die 93 Praktikumsaufgaben enthielt.
Von Interesse ist sicherlich die nicht so sehr bekannte Tatsache, daß der Nobelpreisträger Albert Einstein Ehrendoktor unserer Universität ist. Am Tage der Fünfhundertjahrfeier (12.11.1919) wurde Einstein in Anerkennung der gewaltigen Arbeit seines Geistes ehrenhalber zum Doktor der Medizin ernannt. Er bedankte sich persönlich beim damaligen Dekan der medizinischen Fakultät mit den Worten: Ich danke Ihnen herzlich für die Übersendung der von auserlesenem Geschmack zeugenden Urkunde und für Ihren freundlichen Geleitbrief. Die schöne Feier Ihrer ehrwürdigen Universität und die von Herzlichkeit getragene Gastlichkeit, die mir in Rostock zuteil wurde, wird stets eine schöne Erinnerung für mich sein. Mit freundlichen Grüßen an Sie und Ihre Frau Gemahlin, Ihr ergebener A. Einstein.

 

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