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Mit der Profillinie
Science and Technology of Life, Light and Matter
entsteht an der Universität Rostock ein Zentrum strukturierter Forschung und Ausbildung, das auf den Wissenschafts- und Technikfeldern der Photonik, Katalyse und Engineering, Regenerative Medizin und Simulationstechniken deutschland- und europaweit ausstrahlt. Die hoch interdisziplinäre Forschung vereint wesentliche Elemente der Grundlagenwissenschaften Physik, Mathematik und Chemie mit den Anwendungsfeldern Maschinenbau, Elektrotechnik, Biologie und Medizin. Zudem werden geistes-, sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Themen eingeschlossen.
Die Profillinie umfasst Expertisen aus vielen Forschungsdisziplinen. Diese werden nicht getrennt nebeneinander stehen, sondern durch stark miteinander verzahnte Forschungsachsen verbunden. Gleichzeitig ist die Profilline offen und dynamisch angelegt, damit sie auf Änderungen hervorgerufen durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder unvorhergesehene Ereignisse flexibel reagieren kann. |
Der Projektbereich Atomare und Molekulare Prozesse hat das Ziel, die Grundbausteine und ihre Wirkungen sichtbar zu machen, zu verstehen und
schließlich zu steuern. Im Projektbereich Rekonstruktion biologischer Funktionen wird dieses Wissen genutzt, um mit Hilfe bioaktiver Materialien und
neuer Technologien biologische Funktionen z. B. bei Zellen, Blutgefäßen,Sinnesorganen oder dem Knochenbau wieder herzustellen. Der Projektbereich
Neue Materialien und Systeme will mit Hilfe der Nanostrukturierung und katalytischer Verfahren neue Materialien und Wirkstoffe schaffen. Dabei profitiert er direkt von den Erkenntnissen des Projektbereichs Atomare und Molekulare Prozesse und stellt neue Möglichkeiten für die »Rekonstruktion biologischer Funktionen« bereit.
Die Synergie wird zusätzlich verstärkt, indem bereichsübergreifend die Instrumentarien Photonik, Modellbildung und Simulation sowie Engineering
eingesetzt werden. Diese bilden damit das durchgehende Rückgrat des Departments.
Jeder Projektbereich umschließt Aktivitäten in drei bis vier Fakultäten. Außerdem bestehen enge Kooperationen mit den Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT) und dem Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik (IAP). Die teils laufenden und geplanten Forschungsvorhaben fußen auf den bisherigen Universitäts-Forschungsschwerpunkten 'Regenerative Medizin', 'Laser in Naturwissenschaften, Technik und Medizin', 'Neue Materialien', 'Life Science Engineering und Systemtechnik' sowie die 'Informations- und Kommunikationswissenschaften'.
Zur weiteren Entwicklung der Thematik Life, Light & Matter ist ein dringender Bedarf an fachorientierter Ausbildung zu erfüllen, wozu Master- und Doktorandenstudiengänge eingerichtet werden. Bislang gibt es in Europa keinen eigenständigen Studiengang auf universitärem Niveau, der Photonik, Katalyse und Technologie, Regenerative Medizin und Simulationstechniken gemeinsam umfasst.
Life, Light & Matter ist als Hochtechnologiefeld eine Wachstumsbranche mit Zukunftspotential. Es kann sich zu einem Hoffnungsträger für aufstrebende Regionen entwickeln und gerade einem Bundesland wie Mecklenburg-Vorpommern, das seine vorhandenen Kompetenzen auf diesem Feld bislang nur teilweise zusammengeführt hat, wichtige und entscheidende Perspektiven bieten. Mit der Profillinie soll in enger Zusammenarbeit mit außeruniversitären Instituten und Firmen erreicht werden, dass im Labor erzielte Erfolge nicht auf Grundlagenforschung beschränkt bleiben. Ziel ist es, in noch stärkerem Maße als bisher technische Innovationen in Produkte und Dienstleistungen umzusetzen sowie als spin-off die Ausgründung von Firmen auf dem Gebiet der Optischen Technologien, der Regenerativen Medizin oder der Materialwissenschaft zu erleichtern. Dabei wird primär auf kleine und mittlere Unternehmen gesetzt. Hier bietet die Profillinie eine Chance, als Wirtschaftskern Hochtechnologie nach Mecklenburg-Vorpommern zu bringen und Wachstum zu fördern. Damit erfüllt die Profillinie Life, Light & Matter die Ziele der Landesregierung nach Schaffung neuer Arbeitsplätze und nach Wertschöpfung durch eine 'saubere Industrie'. |