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Mittwoch, 27. November 2002 |
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Stau und Hausputz im Hörsaal |
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Samstagsuniversität startet in die vierte Runde |
Stadtmitte Schon ist er da, der „Stau aus dem Nichts“. So hat
Dr. Reinhard Mahnke, Physiker an der Universität Rostock, seinen Vortrag
betitelt. Er wird unter anderem zeigen, dass Geschwindigkeit keine Hexerei ist
und dass bis zum Jahrhundert-Ende mit einigen Änderungen im Straßenverkehr zu
rechnen ist. „Ohne physikalische Formeln“, verspricht der Redner.
Halten wird Mahnke seinen Vortrag am Sonnabend um
11 Uhr im Großen Hörsaal Physik am Universitätsplatz 3. Damit startet die
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät in die vierte Runde ihrer
Samstagsuniversität. „Es wird wieder je einen Vortrag aus Physik, Mathematik,
Biologie und Chemie geben“, hält David Blaschke, Physik-Professor und
Cheforganisator der Reihe, am bewährten Konzept fest.
Nach dem Auftakt an diesem Wochenende wird der Mathematiker
Prof. Konrad Engel am 14. Dezember mit den Waffen seiner Wissenschaft
gegen Krebserkrankungen vorgehen. Er will zeigen, wie mit Hilfe mathematischer
Modelle Bestrahlungen zielgerichteter gesteuert werden können. Formeln und
Zahlen helfen, bösartige Geschwulste möglichst vollständig zu vernichten,
gesundes Gewebe dagegen zu erhalten.
Der 11. Januar steht ganz im Zeichen der
Chemie – mit Haushaltsmitteln. Deren Wirkungsweise wird erläutert, die
gewollte und die bei falscher Anwendung. „Farbenfrohe Gemälde können Ergebnis
sein, aber auch Explosionen“, blickt der Referent Prof. Alfred Flint auf
seinen mit Experimenten illustrierten Vortrag voraus.
Geheimnisvoll geht es zum Semester-Abschluss der
Samstagsuniversität zu. Am 25. Januar wagt sich der Biologe Prof. Gerd
Graf mit seinen Zuhörern in die Tiefsee und geht mit ihnen der Frage nach, ob es
sich dabei um einen extremen Lebensraum handelt. „Die Vorträge werden für jeden
verständlich und anschaulich gestaltet“, kündigt Blaschke an. Mit der
Samstagsuniversität wollen die Rostocker Naturwissenschaftler nachweisen, dass
ihre Fachgebiete nicht so weit von der Alltagswelt entfernt sind, wie das hier
und da behauptet wird. Und sie wollen Lust auf ein Studium in Rostock machen.
Damit junge Leute nicht in die Zwickmühle zwischen
Interesse und Ausschlafen geraten, haben die Organisatoren den Beginn der
Veranstaltungen im Vergleich zum Vorjahr um eine Stunde verschoben. Nähere
Informationen: www.physik.uni-rostock.de
ANJA NEUTZLING
Prof. David Blaschke (r.) und Dr. Reinhard
Mahnke bereiten den ersten Vortrag der Samstagsuniversität
vor. Foto: Anja Neutzling © 1999-2001, Alle Rechte
vorbehalten
