Neue Tiere und farbige Experimente

Vortragsreihe startet in fünfte Runde

Extrasolare Planeten und das Ostsee-Salz sind Themen in der Samstagsuniversität, deren nächste Runde am Sonnabend beginnt. Naturwissenschaftler stellen öffentlich neueste Erkenntnisse vor.

Stadtmitte (OZ) „Sind wir allein im All?“ Aus Sicht von Prof. Ronald Redmer, Physiker an der Universität Rostock, sind Spekulationen um diese Frage durchaus erlaubt. Der Hintergrund: Seit Mitte der 90er-Jahre wurden etwa 100 Planeten rund um andere Sterne als unsere Sonne bekannt. „Nur entsprechend große Planeten, die sich relativ dicht um den jeweiligen Stern herum bewegen, lassen sich mit den heutigen Möglichkeiten entdecken“, macht Redmer deutlich, dass es noch viel mehr extrasolare Planeten geben könnte.

   Ihnen wird sich der Physiker mit einen Vortrag im Rahmen der „Samstagsuniversität“ widmen. Am Sonnabend startet die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock in die fünfte Runde dieser öffentlichen Vortragsreihe. „Mittlerweile hat sich ein Stammpublikum herausgebildet“, sagt der Cheforganisator und Physik-Professor David Blaschke. Bewährt habe sich das Konzept der vergangenen Jahre, Referenten quer durch die Fachbereiche zu gewinnen.

   Der Chemiker Dr. Rainer Evers wird jeden Aspekt seines Vortrages „Faszination Farbe“ anhand von Experimenten erläutern. Und das sind einige, zum Beispiel Farbe und Gefühl, Licht und Farbe, Farbe – farbiger Stoff – Farbstoff.

   Erstmals referiert in der Samstags-Reihe ein Wissenschaftler vom Institut für Ostseeforschung in Warnemünde (IOW). Dr. Rainer Feistel geht der Frage nach, wie das Salz in die Ostsee kommt. Er will neueste Erkenntnisse des IOW vorstellen, bevor sie im Sommer auf der Konferenz der baltischen Ozeanographie in Helsinki präsentiert werden.

   Zum Auftakt am Sonnabend widmet sich der Biologe Prof. Ragnar Kinzelbach jenen Tierarten, die seit Beginn der Neuzeit durch vorsätzlichen oder unbeabsichtigten menschlichen Einfluss in ein ihnen bis dahin unzugängliches Gebiet gelangt sind, den Neozoen.

ANJA NEUTZLING

© 1999-2001, Alle Rechte vorbehalten