NNN vom 29.10.2003

400 Schüler besuchten den Fachbereich

Neugierig machen und für die Universität werben, das hatten sich gestern die Physiker auf die Fahne geschrieben. Sie luden Schüler der Klassen 9 bis 13 aus dem ganzen Land zum "Großen Physiktag" ein. Mehr als 400 kamen, freute sich Dr. Viola von Oeynhausen. "Das Interesse an Naturwissenschaften steigt offensichtlich." Einige der Gäste hatten sich sogar auf eigene Initiative auf den Weg gemacht.

Höhepunkt des Tages war ein großes Physikturnier, mit dem die Tradition früherer Olympiaden aufgegriffen werden sollte. Nach dem Vorausscheid durften sich Teams von vier Schulen in der Aula messen und sich kniffligen Aufgaben stellen. "Das war nicht einfach", sagte ein strahlender Johannes Knebel. Kein Wunder, denn zusammen mit Katja Karstens, Falk Töppel und Marten Tolk löste er die Aufgaben am besten. Der "Rostocker Leuchtturm", ein erstmals vergebener Wanderpokal, ging ans Käthe-Kollwitz-Gymnasium nach Dierkow - genau wie ein Gutschein über 800 Euro. Es folgten Gymnasium Reutershagen, Goethegymnasium und Humboldt-Gymnasium Greifswald, die sich ebenfalls fürs Finale qualifizierten.

Neben der spielerischen Herausforderung wurde auch ein Blick in die Forschung gewährt. In einer Reihe von Veranstaltungen berichten Physiker über das Hubble Teleskop, Forschung in der Nanowelt, moderne Aspekte der Informationstechnik und Elementarteilchenphysik, aber auch über Ostsee- und Atmosphärenphysik. Ein Praktikum lud ein, selbst Hand anzulegen oder sich durch Experimente verwirren zu lassen.

Der ganze Fachbereich beteiligte sich an der Vorbereitung, berichtet Dr. Viola von Oeynhausen, selbst 80 Studierende machten mit. Angesichts der großen Resonanz ist für die Organisatoren klar: Der ersten Auflage dieses Physiktags werden weitere folgen.

Dr. Gerhard Herms zeigt den Schülern in der Aula der Universität physikalische Experimente. Foto: Lilienthal