Ringvorlesung WS 2004/2005Für Hörer aller Fakultäten und GästeDie Elemente und der Elementbegriff in unserer KulturOrt u. Zeit: Montag, 17:00 Uhr, Gr. Hörsaal Physik / Universitätsplatz 3Themen der einzelnen Vorlesungen Kontakt: PD Dr. Jürgen Einfeldt Was ist mit den Elementen los? Hurrikans mit Windgeschwindigkeiten bis zu 250 km/h, Überschwemmungen oder Vulkanausbrüche beherrschen die aktuellen Meldungen. Spielen die ´Elemente´ verrückt? Was meinen wir mit ´Elemente´? Die ´Elemente´ begegnen uns nicht nur als Kräfte der Umwelt. Auch unsere stoffliche Welt besteht aus ´Elementen´, den chemischen Elementen. Doch die Physiker sagen, sie sind nicht elementar, sondern zusammengesetzt aus Elektronen, Protonen und Neutronen und diese wiederum aus Quarks. Irgendwie scheint unsere gesamte Welt zusammengesetzt zu sein aus etwas Elementarerem, eben ´Elementen´. Die heutige Welt ist im Rahmen eines kosmologischen Prozesses entstanden, so sind jedenfalls unsere modernen Vorstellungen. Also haben auch die chemischen Elemente eine kosmologische Evulution durchlaufen. Die Mathematik baut sich auch aus ´Elementen´ auf. Die Technik setzt alles aus ´Bauelementen´ zusammen und schafft damit die Voraussetzung für die globale Industriegesellschaft. Auf der anderen Seite kennen wir die klassischen Elemente der Antike: Feuer, Luft, Wasser und Erde. Seit Aristoteles beherrschten sie unser Denken: Es gibt Menschen mit ´feurigem´ Temperament oder ein anderer ist ein ´Erd´-Typ. Nicht nur die mittelalterliche Medizin baute hierauf auf, auch die moderne Naturheikunde oder die chinesische Medizin benutzen diese Klassifizierungen und wählen danach ihre Therapien aus. Während die klassische Elementenlehre in der modernen Naturwissenschaft tot ist, lebt sie doch mit ihrer Symbolsprache in der Kunst und Musik weiter. Die Ursprünge der ´Elemente´ lassen sich zurückverfolgen bis in die Mythologie und sie finden sich in den unterschiedlichsten Schöpfungsmythen wieder. Das heutige ökologische Denken hat viele alte Sichtweisen wieder modern gemacht. All diese Zusammenhänge, die unsere Kultur seit 2 ˝ Jahrtausenden prägen, werden in der neuen Ringvorlesung des FB Physik der Universität durch Experten der unterschiedlichsten Fachrichtungen in Form von 13 Einzelveranstaltungen diskutiert. |
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| Datum | Dozent | Thema |
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| 18.10. | PD Dr. J. Einfeldt | Einführung zum Thema und Überblick |
| 25.10. | Dr. G. Boeck | Entwicklung des chemischen Elementbegriffs |
| 01.11. | Prof. Dr. H. Schröder | Vom Atom zum Quark |
| 08.11. | PD Dr. R. Waldi | Kosmologische Evolution der Elemente |
| 15.11. | Prof. Dr. O.Fiedler | Bau- u. Funktionselemente im technischen Denken führen zur industriellen Innovation |
| 22.11. | Prof. Dr. G. Maes | Elemente und Mathematik |
| 29.11. | Dr. R. Tiesel | Die Elemente sind los! - Naturgewalten und Wetter heute |
| 06.12. | PD Dr. M. Großheim | Die Vier- Elementenlehre der Antike |
| 13.12. | Prof. Dr.Dr. H.G. Thümmel | Der Mensch als Mikrokosmos im Mittelalter |
| 20.12. | Prof. Dr. K. Kraft | Die Elementen in der Naturheilkunde und Komplementärmedizin |
| 03.01. | PD Dr. J. Einfeldt | Die 4 Elemente in den Schöpfungsmythen verschiedener Kulturen | 10.01. | Dr. G. Boeck | Alchemie und Elemente |
| 17.01. | Prof. Dr. H. Möller | Elemente und Musik |
Aus organisatorischen Gründen können Vorlesungen vertauscht
werden. Zu jedem Einzelbeitrag gibt es Hinweise in der Tagespresse.
Siehe auch : Vorlesungsverzeichnis der Universität Rostock : Studium generale